Gruppenpsychotherapie - Gruppenanalyse – auch in der Einzeltherapie?
Wir alle bewegen uns ständig in Gruppenkontexten und es macht daher auch in der Einzeltherapie viel Sinn, über die Zusammenhänge von bestimmten Problemkonstellationen, die sich in der Interaktion mit anderen Menschen in den jeweiligen (vom Leben so zusammengefügten) Gruppen ergeben, nachzudenken.
Die in einer Gruppe unwillkürlich entstehende "Gruppenmatrix" bezeichnet den emotionalen und sozialen Interaktionsraum, der sich zwischen den Gruppenmitgliedern aufspannt und der oft deutlich vielschichtiger und vielfältiger beschreibbar ist als eine Interaktion zwischen "nur" zwei Menschen.
"Gruppen-Grund-Annahmen" als Teil von seinerzeit vorherrschenden Teilaspekten der Gruppenmatrix aus der Ursprungsfamilie werden nicht selten später im Leben von uns einfach unreflektiert auf diejenigen Gruppen angewandt, in denen wir über unsere aktuellen Lebensumstände jeweils spontan eingebunden sind. Solche "historischen Familien- Grundannahmen“ einmal im Hier und Jetzt auf ihre Sinnhaftigkeit zu überprüfen, ist oft ein wichtiger und sinnvoller Schritt in der Psychotherapie.
Daher setze ich auch in meinen Einzel-Psychotherapien gruppenanalytische Theorien zum besseren gemeinsamen Verstehen von Gruppenprozessen aus der Erlebenswelt des Klienten / Patienten (z.B. in Bezug auf die Mitglieder der Herkunftsfamilie, der Arbeitsstelle, des Freundeskreises...) ein.
Die Arbeit mit den "inneren Gruppen" meiner Patienten gehört bei mir zur psychotherapeutischen Arbeit zwangsläufig dazu, oft wird dann hier das "therapeutische Spiel mit Stühlen" eingesetzt, um gruppendynamischen Konstellation auch in Einzelpsychotherapien auf die Spur zu kommen.
Wichtiger Hinweis: Bei hoch akuten psychischen Problemen, z.B. bei Suizidalität kontaktieren Sie bitte unverzüglich den medizinischen Notruf 112 (Rettungsleitstelle) oder (in weniger dringenden Fällen) die für sie zuständige psychiatrische Klinik!
