Privatpraxis Dr. Hohl-Radke
Psychotherapie - Psychiatrie - Neuropsychiatrie - Coaching - Supervision

Was ist eigentlich „tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie"?

In Deutschland kommen derzeit drei "große" Psychotherapie-Verfahren zur Anwendung: Die Verhaltenstherapie, die systemische Therapie und der Therapiekomplex "Psychoanalyse" und "tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie".

Aber die Psychotherapie hat sich gerade in den letzten Jahrzehnten auch deutlich weiterentwickelt: neben wirklich bahnbrechenden Innovationen im Bereich der Psychotherapie von Traumafolgestörungen schlägt z.B. die sogenannte "dritte Welle" der Verhaltenstherapie eine Brücke von der Verhaltenstherapie über Entspannungs-, Achtsamkeits- und Meditationstechniken bis hin zu den psychodynamischen/tiefenpsychologischen Verfahren.

In der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie, die als pragmatisches Verfahren aus der Psychoanalyse abgeleitet worden ist, wird die in den Therapiesitzungen entstehende „therapeutische Beziehung“ zwischen dem Therapeuten und dem Klienten dazu genützt, bisher unbewusste psychische Vorgänge nach und nach in einen „bewusstseinsfähigen Zustand“ zu transformieren und damit „benennbar“, „besprechbar“ und „verstehbar“, aber auch "bearbeitbar" im therapeutischen Sinne zu machen. 

Bestimmte Emotionen und Körpergefühle können danach erstmals mit Worten benannt werden. So gelingt es dann, dass man sich  in bestimmten Situationen zunehmend seltener selbst ein Bein stellen wird und zunehmend weniger unter negativen Gefühlen leiden muss. 

Oft entsteht dieses „nun neu in Worte fassen können“ (von bis dahin noch nicht selbst verstehbaren psychischen Prozessen) aus der therapeutischen Arbeit mit Erinnerungen an die Kindheit des Klienten und / oder aus der Arbeit mit Erinnerungen an Erzählungen aus der Familiengeschichte des Klienten. Eine Behandlung ist im Einzel- und im Gruppensetting möglich.

Weiterer, wichtiger Hinweis: Bei hoch akuten psychischen Problemen, z.B. bei Suizidalität kontaktieren Sie bitte unverzüglich den medizinischen Notruf 112 (Rettungsleitstelle) oder (in weniger dringenden Fällen) die für sie zuständige psychiatrische Klinik!

 
 
 
Karte
Infos